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Ein paar Tipps und Hinweise zu iOS 16

Der Herbst ist immer mit die spannendste Zeit bei Apple. Es gibt neue Geräte, aber auch neue Systemsoftware, die unserer Hardware mit einem Schlag viele neue Funktionen verschafft. Heute einmal ein paar Dinge in loser Reihenfolge, die ich im Zusammenhang mit iOS 16 erwähnenswert finde. Dieser Artikel soll dabei kein vollständiges Review sein und konzentriert sich vor allem auf die nicht ganz so offentsichtlichen Aspekte.

Vorläufiger Verbleib bei iOS 15 möglich

Wem es nur darum geht, dass Bugs und Sicherheitslücken behoben werden und wer lieber wartet, bis iOS 16 mit Version 16.1 oder 16.2 etwas abgehangen ist, kann auch auf iOS 15.7 updaten. Ähnlich ist Apple auch letztes Jahr verfahren, mit dauerhaften Parallelupdates sollte man aber nicht rechnen.

Nur für iPhones und nur ab iPhone 8

Im Gegensatz zum letzten Jahr müssen iPad-Nutzer noch bis Oktober für ein Update warten. Apple verdient die Hälfte seines Gelds mit iPhones, da hat dann auch die Software-Entwicklung ihre Priorität. Das Problem an solchen Schritt-für-Schritt-Releases ist z.B., dass Kurzbefehle, die neue Aktionen aus iOS 16 verwenden, auf iPads (und auch auf Macs mit Monterey) nicht lauffähig sind. Geräte, die älter als das iPhone 8/iPhone X sind, werden nicht mehr von iOS 16 oder neuer unterstützt.

Lockscreen-Widgets

Auffälligste Neuerung gleich nach dem Booten ist der neue Sperrbildschirm. Dort können wir nun drei bis fünf (je nach Größe) Widgets unterbringen (siehe auch Titelbild). Sowohl Apple als auch bereits Drittanbieter-Apps bieten hier eine gewisse Auswahl. Im Vergleich zu Homescreen-Widgets sind sie recht klein und eher mit den Komplikationen auf der Apple Watch verwandt.

Die Drittanbieter-Widgets sind dabei etwas zickig. Hat man eine App mit Lockscreen-Support bereits vor iOS 16 installiert, taucht sie mitunter nicht in der Liste der zur Verfügung stehenden Widgets auf dem Sperrbildschirm auf. Es hilft dann zuverlässig die App kurz auszulagern (unter Einstellungen > Allgemein > iPhone-Speicher) und dann wieder zu installieren. Einstellungen und Daten der App gehen dabei nicht verloren.

Auf dem neuen iPhone 14 Pro habt ihr die Möglichkeit, dass dieser Bildschirm mit abgedunkeltem Hintergrundbild im Ruhezustand stets sichtbar ist (“always on”).

Ihr könnt mehrere Locksreens definieren mit jeweils unterschiedlichen Widgets. Da die Lockscreens an den mit iOS 15 eingeführten Fokus-Modus gekoppelt werden können, besteht die Möglichkeit, mit einem automatischen Fokus-Modus-Wechsel auch den Lockscreen automatisch auszutauschen.

Tastatur mit Feedback

Ein kleines, aber sehr nettes Feature ist, Bildschirmtastatur-Eingaben mit einem haptischen Feedback zu versehen. Die Einstellung versteckt sich unter:

Einstellungen > Töne & Haptik > Tastaturfeedback

Option zur Tastatur-Haptik (Screenshot)

Home-Bildschirm-Navigation

Die Indikator-Punkte über dem Dock, welche anzeigen, auf welchem Home-Bildschirm man gerade ist, sind in iOS 16 einem Such-Button gewichen. Nicht ganz unpraktisch, aber wer das alte Verhalten zurückhaben möchte, geht zu

Einstellungen > Home-Bildschirm

und deaktiviert die Option “Suchen auf Home-Bildschirm anzeigen”

Bei aktivierter Suche erscheinen die Punkte übrigens, sobald wir die Wischgeste zum Wechseln des Bildschirms ausführen.

Doppelte Fotos entfernen

Wer immer schonmal Ordnung in seine Foto-Mediathek bringen wollte, findet in der Fotos-App unter Alben > Sonstige > Duplikate eine Liste von doppelten oder sehr ähnlichen Aufnahmen. Eine Zusammenführen-Option hilft euch dabei, nur ein Foto mit der besten Qualität und den relevantesten Metadaten zu behalten.

Duplikate-Bereich in der Fotos-App (Screenshot)

Gelöschte/ausgeblendete Fotos

Bleiben wir zum Schluss noch in der Fotos-App. Die Bereiche

Alben > Sonstige > Ausgeblendet und

Alben > Sonstige > Zuletzt gelöscht

genießen jetzt einen biometrischen Schutz (Face-ID/Touch-ID). Durchaus sinnvoll, falls man das Gerät zum Fotos zeigen mal aus der Hand gibt.

Ausgeblendete und gelöschte Fotos sind jetzt besser geschützt (Screenshot)

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Über den Autor

Markus Jasinski

Markus Jasinski ist ein Rostocker Unternehmer, Naturwissenschaftler, IT-Spezialist, Autor, Coach, Dänemark-Fan, überzeugter Radfahrer und nicht zuletzt „Computer Geek“ und Smart-Home-Enthusiast. Sein erstes iPhone kaufte der promovierte Naturwissenschaftler im Jahre 2008, kurze Zeit später wurde er dann auch zum Mac-Nutzer. Nach und nach gesellten sich iPad, Apple TV und Apple Watch hinzu.

Um diese vielfältigen Interessen und Aktivitäten "unter einen Hut" zu bekommen befasst sich der gebürtige Westfale seit über zehn Jahren mit den Themen Selbstorganisation und Aufgabenmanagement, die ebenfalls ein Schwerpunkt dieses Blogs sind.

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