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Apple iPad Pro 2021

iPad Pro 2021

Angebote für das aktuelle iPad Pro findet man selten. Das liegt vermutlich daran, dass diese Tablets oft selbst bei Apple keine gute Verfügbarkeit haben, die Chipkrise läßt grüßen. Ich meine mich sogar zu erinnern, dass Apple auch Komponenten, die eigentlich für’s iPad gedacht waren, in die iPhone-Produktion umgeleitet hat.

Daher waren Apples Back-Friday-Angebote Ende November letzten Jahres für mich eine gute Gelegenheit, mein iPad mal zu aktualisieren. Denn es gab quasi 100 Euro Rabatt in Form von iTunes-/App-Store-Guthaben, welches ich allein durch die Apple-Dienste wie Music und Fitness+ reichlich verbrauche. Allerdings musste ich dann auch drei Wochen auf das Tablet warten. Abgelöst hat ein mein 10,5-Zoll iPad Pro aus dem Jahre 2017, welches aber in der Familie verbleibt. Aus eigener Anschauung kann ich daher nur Vergleiche zwischen den Modelljahren 2017 und 2021 ziehen.

Ich habe mich wieder für die kleine Größe entschieden, da ich meine iPads so nutze, dass ich sie tatsächlich oft in der Hand habe. Und da sollte das Gewicht möglichst klein sein. Typische Einsatzorte bei mir sind am Küchentisch, auf dem Sofa, im Bett, auf dem Schreibtisch, im Café (sonst) und in der Bahn (sonst).

Ich habe das Tablet nun somit quasi fast einen Monat und kann daher entsprechend von meinen ersten Eindrücken berichten

Unboxing-Zeremonie (Foto)
Unboxing Zeremonie
Hallo iPad (Foto)
Hallo iPad!

Unterschiede zum 2017er-Pro-Modell

Durch den schmaleren Bildschirmrand erhöht sich die nutzbare Diagonale von 10,5 auf 11 Zoll. Das Gehäuse selbst ist nun kantig wie bei den neuen iPhones bzw. auch wie beim guten alten iPhone 5. Ein Thunderbolt/USB-C-Port ersetzt den Lightning-Anschluss, wodurch ich viele Adapter durch neue ersetzen musste. Allerdings gewinnt das Gerät dadurch auch an Konnektivität, denn es wird nun eine Menge Zubehör unterstützt. Weggespart wurde hingegen der Klinkenanschluss für Kopfhörer. Nicht dass ich den viel benutzt hätte, aber die Pro-Modelle der MacBooks haben ihn schließlich auch. Wer weiterhin „klassische“ Kopfhörer anschließen möchte, kann seine Adaptersammlung also um USB-C-zu-Klinke erweitern bzw. gleich einen Hub kaufen, der diesen Anschluß mit an Bord hat. Neu ist für mich auch, dass das iPad nun mein iPhone laden kann. Könnte sich noch als nützlich erweisen.

Im Vergleich zum Vorgänger habe ich jetzt auch keinen Home-Button mehr, die Biometrie funktioniert nun wie bei meinem iPhone via Face-ID. Und wie beim iPhone empfinde ich es auch hier als „mixed bag“. Face-ID funktioniert grundsätzlich recht gut, aber gerade beim iPad habe ich auch mal die Kamera versehentlich mit Fingern verdeckt. Sie ist halt nur an einem Bildschirmrand, funktioniert aber immerhin auch im Querformat. Nichtsdestotrotz ist die Bedienung von iPad und iPhone nun bei mir wieder identisch, was diese grundsätzlich vereinfacht.

Beide Kameras fotografieren jetzt in 12 Megapixeln, auf der Rückseite gibt es eine Ultraweitwinkelkamera, meine erste von Apple. Schön, die jetzt auch zu haben, zumindest wenn ich das iPad im Rucksack habe. Viele Bilder habe ich mit dem neuen Tablet noch nicht gemacht, daher kann ich die Kameras noch nicht so recht bewerten.

Bildschirm und Lautsprecher sind beim aktuellen Modell erneut top, wie man es auch in dieser Preisklasse erwarten sollte. Im Vergleich zum iPad Air gibt’s bei den Pro-Modellen Promotion, also eine adaptive Bildwiederholrate bis zu 120 Hz. Möchte man ungern missen.

Mein dritter M1

Den größten Sprung hat sicherlich der Prozessor gemacht, das 2021er iPad Pro kommt mit Apples Desktop-Prozessor „M1“. Den kenne ich schon von meinen Mac minis und er verleiht natürlich auch dem Tablet eine enorme Rechenpower. In diesem Fall nutzt allerdings die Software diese nicht richtig aus. Dem iPad fehlen Pro-Apps, die diesen Prozessor richtig fordern. Andererseits dürfte dieses Tablet somit extrem lange unterstützt werden und nutzbar sein, wenn nicht irgendeine andere Komponente vorher kaputt geht.

Zubehör

Der Apple Pencil 2 ist eine klare Verbesserung im Vergleich zum Vorgänger. Es ist so viel bequemer, den Stift an der Außenkante sowohl zu parken als auch zu laden. Auch das Umschalten zwischen Schreiben und Radieren direkt am Stift möchte ich nicht mehr missen.

Ansonsten habe ich noch das Magic Keyboard, welches allerdings einen eigenen Artikel benötigt und wie erwähnt diverse Adapter.

Persönliches Fazit

Insgesamt landet man damit in Preisregionen, für die man auch ein MacBook Air bekommt. Jeder sollte sich also gut überlegen, wofür ein mobiles System benötigt wird. Setzt man das Gerät viel als Tablet ohne Tastatur ein? Braucht es einen Touchscreen? Reicht ansonsten vielleicht ein iPad Air, welches nun immerhin mit USB-C und Pencil 2 kommt? Oder tut es sogar das ganz einfache iPad mit Home-Button?

Für mich liegt das Einsatzgebiet irgendwo zwischen Notebook und Tablet, aber mit reichlich Tablet-Anteil. Durch den Rabatt, welchen es für das Air nicht gab, hat es dieses in meinem Fall ausgestochen. Ich würde mir nur wünschen es gebe mehr Anwendungen, die den M1 auch mal so richtig fordern…

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Über den Autor

Markus Jasinski

Markus Jasinski ist ein Rostocker Unternehmer, Naturwissenschaftler, IT-Spezialist, Autor, Coach, Dänemark-Fan, überzeugter Radfahrer und nicht zuletzt „Computer Geek“ und Smart-Home-Enthusiast. Sein erstes iPhone kaufte der promovierte Naturwissenschaftler im Jahre 2008, kurze Zeit später wurde er dann auch zum Mac-Nutzer. Nach und nach gesellten sich iPad, Apple TV und Apple Watch hinzu.

Um diese vielfältigen Interessen und Aktivitäten "unter einen Hut" zu bekommen befasst sich der gebürtige Westfale seit über zehn Jahren mit den Themen Selbstorganisation und Aufgabenmanagement, die ebenfalls ein Schwerpunkt dieses Blogs sind.

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