Smart Home

Projekt Home-Server 2.0

Homeserver (Foto)

Nach dem Umstieg auf den Mac mini 2020 habe ich mich entschieden, den bisherigen Mac mini (ein 2012er Modell) als neuen Homeserver zu nutzen. Er löst damit meinen Raspberry Pi ab. Mit 16 GB RAM und einer 512 GB SSD ist der Mac hervorragend für diese Aufgabe ausgestattet, vielleicht sogar ein wenig übermotorisiert. Aber ich habe auch einiges damit vor.

Zunächst einmal habe ich auf dem System Ubuntu 20.04 LTS installiert. Ubuntu-Linux deshalb, weil ich mich aus beruflichen Gründen recht gut damit auskenne. Auf der macOS-Schiene war für dieses System mit Catalina Feierabend und das wäre natürlich für die kommenden Jahre keine gute Basis gewesen. Außerdem braucht dieses System für seine Aufgaben keine grafische Benutzeroberfläche.

Folgende Komponenten sind bereits auf dem neuen Homeserver installiert:

Node-Sonos-http

Das ist eine Node-JS-basierte http-Schnittstelle für Sonos-Lautsprecher (Link zur Projektseite). Darüber kann ich mit einfachen http-Aufrufen Favoriten auf den Lautsprechern abspielen oder Text-2-Speech-Sprachausgaben erschallen lassen. Alles natürlich im Rahmen entsprechender Smart-Home-Automatisierungen. Diese Komponente gab es bereits schon auf meinem Raspberry.

Smart-Home-Hilfsskripte

Einige Smart-Home-Automatisierungen laufen hier unter Zuhilfenahme serverseitiger Skripte. Diese liefen auch schon auf dem Raspberry und wurden entsprechend umgezogen.

Unbound

Mein eigener DNS-Server (Link zur Projektseite). Das ist ein Service, der aus Domains wie jasinski.info die passende IP-Adresse ermittelt und umgekehrt. Sinnvoll in Kombination mit dem nächsten Punkt.

Pi-hole

Heimnetz-weites System zum Blocken von Tracking und Werbung (Link zur Projektseite). Funktioniert auch über DNS. Domains von Tracking- und Werbeanbietern werden nicht mehr in entsprechende IP-Adressen aufgelöst, was solche Dienste effektiv unterbindet und zwar automatisch für alle Geräte hier im Netz. Browser- oder auch App-basiert stellt das Pi-hole-System umfassende Statistiken für das Heimnetz zur Verfügung. Durch eigene Black- und Whitelists erweiterbar.

Pi-hole Weboberfläche (Screenshot)
Pi-hole Weboberfläche – bitte anklicken/antippen für größere Version

Im Schnitt werden knapp 10% aller Anfragen blockiert. Dabei gehört interessanterweise metrics.icloud.com zu den meistblockierten Domains. Auch Apple betreibt hier anscheinend reichlich Telemetrie/Statistik.

Homebridge

Dieser Service macht meine via Smartthings angebundenen Geräte (Rollos, Funksteckdosen und viele Sensoren) in HomeKit verfügbar (Link zur Projektseite). Nun kann ich mir sogar aussuchen, ob Alexa oder Siri meine Kaffeemaschine einschaltet ;-).

Künftige Erweiterungen und Pläne

Bei diesem Ausbaustand soll es bei weitem nicht bleiben. Mein Ziel ist es, dass der Homeserver künftig alle Aufgaben von Smartthings übernimmt. Dazu muss der Heimserver noch mit einem Zigbee- und einem Z-Wave-Stick versehen werden, damit dieser mit den Endgeräten kommunizieren kann. Ich möchte mich einfach von Samsungs Smartthings unabhängig machen, da mir bei weitem nicht alle Entwicklungen gefallen, die dort stattfinden. Vieles wird dann lokal laufen statt in der Cloud. Als System habe ich Home Assistant im Auge und bin bereits mit ersten Tests beschäftigt. Da hier noch sehr viel über Smartthings läuft und viele Sensoren “umgekoppelt” werden müssen ist der Umstieg ein langwieriger Prozess.

Ich werde weiter berichten.

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Über den Autor

Markus Jasinski

Markus Jasinski ist ein Rostocker Unternehmer, Naturwissenschaftler, IT-Spezialist, Autor, Coach, Dänemark-Fan, überzeugter Radfahrer und nicht zuletzt „Computer Geek“ und Smart-Home-Enthusiast. Sein erstes iPhone kaufte der promovierte Naturwissenschaftler im Jahre 2008, kurze Zeit später wurde er dann auch zum Mac-Nutzer. Nach und nach gesellten sich iPad, Apple TV und Apple Watch hinzu.

Um diese vielfältigen Interessen und Aktivitäten "unter einen Hut" zu bekommen befasst sich der gebürtige Westfale seit über zehn Jahren mit den Themen Selbstorganisation und Aufgabenmanagement, die ebenfalls ein Schwerpunkt dieses Blogs sind.

2 Kommentare

  • Hallo! Bin zufällig auf deinen Blog gestoßen und habe mit großem Interesse die Artikel über deine SmartHome Lösung mit Home Assistant gelesen. Ich bin auch ein Smart Home und Apple Fan. Nutze seit mehreren Jahren Fibaro mit dem HC2 als Zentrale und mehreren Zwave Aktoren und Sensoren. Daneben existiert noch ein Sonos System, Phillips Hue Leuchten und zwei Echos. Ganz zufällig habe ich auch noch einen MacMini 2011 übrig für den ich aktuell keine Verwendung habe. Das System läuft an sich mich stört jedoch die Einschränkung lediglich zwave Geräte nutzen zu können. Ebenso kann man keine eigenen Dashboards zu Steueuerung/Visualisierungen nutzen. Ich würde mich daher für die Möglichkeit mit dem MacMini + Ubuntu und Home Assistant interessieren. Hast du hier vielleicht noch ein paar mehr Informationen zum Aufsetzen des Systems für mich ? Danke

    • Danke für Dein Feedback! Deine Frage läßt sich in der Kürze eines Kommentars leider nicht umfassend beantworten. Zunächst einmal müsste natürlich Ubuntu installiert, wofür ich die LTS-Version 2022.4 empfehlen würde. Den Betrieb eines solchen Systems als Home-Server kann ich nur empfehlen, wenn ein gewisses Level an Linux-Kenntnissen und zwar auch in den Bereichen Kommandozeile, Netzwerk und Systemadministration vorhanden sind. Zur Installation von Home-Assistant auf einem solchen System habe ich mir damals leider zu wenig Notizen gemacht, bin mir aber recht sicher mich an diesem Video orientiert zu haben. Offiziell gelten solche Docker-Ubuntu-Installationen in Home Assistant als “unsupported”, in der Praxis hatte ich aber bisher keine Probleme damit.

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