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Komet NEOWISE über Rostock-Warnemünde

Komet NEOWISE über Rostock-Warnemünde

Zugegeben, ich bin mit meinem Foto etwas spät dran. Zum Teil lag es am Wetter (Bewölkung), zum Teil an der Lichtverschmutzung in der Großstadt und manchmal war ich abends einfach zu müde. Aber letzten Freitag hatte ich am späten Abend eine Mitfahrgelegenheit zum Strand von Rostock-Warnemünde, und zwar zu einer dunklen Stelle, die sich gut für astronomische Fotos eignet. Die zeitliche Nähe zum letzten Neumond hat zusätzlich für Dunkelheit gesorgt.

Leider ist der Komet NEOWISE nicht mehr ganz so hell wie zu Monatsbeginn, dafür war er aber in den vergangenen Tagen in seiner minimalen Erdnähe. Er stand auch recht hoch am Himmel, im Nordwesten etwas unterhalb des großen Wagens. Für diese Position liegt Warnemünde mit der Ostsee im Norden ideal. Fotos von einem nicht mehr so hellen Himmelskörper bei dunkler Nacht erfordern natürlich ein klein wenig Ausrüstung und Mehraufwand. Ein Stativ ist unerläßlich, da einige Sekunden belichtet werden muss. Die Lichtempfindlichkeit der Kamera muss auf einen hohen Wert gestellt werden. Die Live-View-Funktion der Kamera und ein Fernglas waren zum Finden des richtigen Bildausschnitts hilfreich. Zum Einsatz kam meine schon etwas betagte Nikon D5100.

Kamera:Nikon D5100
Objektiv:Nikon Nikkor 18-105 mm
Belichtungszeit:8 Sekunden
Blendenwert:3,8
ISO-Empfindlichkeit:2000

Die Fotos wurden aufgehellt, um den Kometen sichtbarer zu machen. Die Lichter am unteren Bildrand des Titelfotos kommen von Schiffen auf der Ostsee.

Über NEOWISE

Kometen bestehen aus Eis, Staub und Gestein. Sie sind Überreste aus der Entstehung eines Sonnensystems und sind meist nur wenige Kilometer groß. In Sonnennähe entsteht durch Ausgasen der typische Schweif, welcher sie viel größer erscheinen läßt. NEOWISE wurde erst am 27. März 2020 entdeckt. Das macht natürlich ein wenig Angst bezüglich Himmelskörper, welche der Erde möglicherweise gefährlich nahe kommen. Für NEOWISE trifft das aber nicht dazu, er näherte sich unserem Planeten mit einem minimalen Abstand von 103,5 Millionen Kilometern am 23. Juli. Sein Durchmesser beträgt etwa fünf Kilometer. Er ist nur noch wenige Tage zu sehen, danach wird es 5000 bis 7000 Jahre dauern bis wir ihn wieder betrachten können. Entdeckt wurde er mit Hilfe des Teleskops “Wide-Field Infrared Survey Explorer” (WISE), daher auch sein Name.

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Über den Autor

Markus Jasinski

Markus Jasinski ist ein Rostocker Unternehmer, Naturwissenschaftler, IT-Spezialist, Autor, Dänemark-Fan, überzeugter Radfahrer und nicht zuletzt „Computer Geek“ und Smart-Home-Enthusiast. Sein erstes iPhone kaufte der promovierte Naturwissenschaftler im Jahre 2008, kurze Zeit später wurde er dann auch zum Mac-Nutzer. Nach und nach gesellten sich iPad, Apple TV und Apple Watch hinzu.

Um diese vielfältigen Interessen und Aktivitäten "unter einen Hut" zu bekommen befasst sich der gebürtige Westfale seit über zehn Jahren mit den Themen Selbstorganisation und Aufgabenmanagement, die ebenfalls ein Schwerpunkt dieses Blogs sind.

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