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Mein langer Weg zum Mac

Mein langer Weg zum Mac (Symbolfoto)

Wer dieses Blog liest könnte meinen, ich wäre schon immer ein Mac-User. Irrtum, meinen ersten Mac – ein MacBook Pro – habe ich 2008, also vor rund 12 Jahren gekauft. Davor gab es viele andere Systeme, was auch daran liegt, dass ich nicht mehr der Allerjüngste bin. Aber es war eigentlich nie so richtig Mainstream dabei, was immer das bedeuten mag. Die Computer-Abfolge war – soweit ich mich erinnere – wie folgt:

Commodore Plus 4

Meinen ersten Computer bekam ich zu Schulzeiten, es war ein „Commodore Plus 4“. Mainstream war eigentlich der eng verwandte C64, den mein Bruder besaß und den ich auch öfter mal genutzt hatte. „Plus 4“ bedeutet, dass vier Programme (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Diagramme und Datenverwaltung) fest verbaut waren. Ich habe auf diesem System meine ersten Programmiererfahrungen in der Sprache BASIC gemacht.

IBM PC 8088

Das waren mit die ersten IBM-PCs überhaupt, gebaut 1982/83 (in Schottland glaube ich). Sehr massive Metall-Konstruktion. Allein mit der laut klickenden, schweren Tastatur hätte man Leute erschlagen können. Anfangs hatte er keine Festplatte, sondern zwei Diskettenlaufwerke, 5,25 Zoll, in doppelter Bauhöhe. Die „Grafikkarte“ konnte nur Text und der Monitor zeigte alles in grüner Schrift auf schwarzem Hintergrund. Betriebssystem war PC-DOS, IBMs Variante von MS-DOS. Als Besonderheit gab es noch ein ROM-Basic. Ich habe ihn gebraucht erworben und ein wenig aufgerüstet. Er hat eine „richtige“ Grafikkarte (riesige Teile damals) und eine – ich glaube – 32 Megabyte-Festplatte bekommen, wozu ich ein Diskettenlaufwerk ausbauen musste. Ich meine mich zu erinnern, dort auch schon sehr frühe Versionen (< 3) von Windows betrieben zu haben. Meine Lieblingsanwendung war jedoch Borlands „Turbo Pascal“, mit dem ich sehr viel programmiert habe. Das war dann auch die Programmiersprache, welche wir in der Oberstufe im Unterricht hatten.

386er und 486er

Diese Hardware-Abfolge beschreibt am besten meine Studienzeit. An die konkreten Modelle kann ich mich gar nicht mehr so genau erinnern, es war mehr oder weniger Standard-Hardware. Anfangs noch mit Windows 3.x betrieben bin ich dann recht schnell bei IBMs OS/2 gelandet. Es war damals technisch weiter als WIndows, hat sich aber letztendlich nicht durchgesetzt und ist – außer bei Banken – nach und nach in die Bedeutungslosigkeit verschwunden. Texte habe ich zu dieser Zeit hauptsächlich mit WordPerfect produziert. Nebenbei habe ich auch schon etwas mit Linux experimentiert, das muß so die SuSE 4er-Zeit gewesen sein.

Pentium-PCs und -Laptops

Diese Rechner charakterisieren die Zeit meiner Dissertation sowie die frühen Jahre meiner Firma. Mein Hauptsystem war zu dieser Zeit Linux. Von dem Wissen, was ich dort durch Nutzung der Shell erworben habe, profitiere heute auf dem Mac sehr. Die Mac-App „Terminal“ benutze ich beinahe täglich, meist allerdings beruflich. Meine Doktorarbeit habe ich übrigens mit LaTeX erstellt.

IBM ThinkPad

Mein letzter Rechner vorm Umstieg auf den Mac. Dieses Laptop war noch direkt von IBM, bevor Lenovo die PC-Sparte dieses Konzerns übernommen hat. Von der Marke her war das also eine Art von Zurück zu den Anfängen (s.o.). Ich habe das Gerät als sehr gut verarbeitet in Erinnerung, allein das Gelenk zum Monitor war robust gestaltet. Einziges OS war hier wieder Linux. Letztendlich hat mich dann die Qualität meines ersten iPhones (iPhone 3G) und die damaligen Unzulänglichkeiten von Linux im Desktop-Bereich zum Mac geführt. Mac OS X bot mir eine ordentliche GUI mit einem soliden und vertrauten Unix-Unterbau, den ich durch meine vorherigen Systeme gut nutzen konnte und kann.

Und ihr so?

Nun bin ich neugierig. Wie war euer Weg zum Mac? Hinterlasst mir gerne einen Kommentar!

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Über den Autor

Markus Jasinski

Markus Jasinski ist ein Rostocker Unternehmer, Naturwissenschaftler, IT-Spezialist, Autor, Dänemark-Fan, überzeugter Radfahrer und nicht zuletzt „Computer Geek“ und Smart-Home-Enthusiast. Sein erstes iPhone kaufte der promovierte Naturwissenschaftler im Jahre 2008, kurze Zeit später wurde er dann auch zum Mac-Nutzer. Nach und nach gesellten sich iPad, Apple TV und Apple Watch hinzu.

Um diese vielfältigen Interessen und Aktivitäten "unter einen Hut" zu bekommen befasst sich der gebürtige Westfale seit über zehn Jahren mit den Themen Selbstorganisation und Aufgabenmanagement, die ebenfalls ein Schwerpunkt dieses Blogs sind.

1 Kommentar

  • Ich muss da unterscheiden zwischen „waren/sind meine“ und „habe damit gearbeitet/daran gelernt, bzw. haben mich geprägt“. Das Feuer wurde entzündet am KC85/2 und am KC87. Damals in der AG Computer auf einer Dorfschule (5. oder 6. Klasse), wir hatten einen guten Physiklehrer. Wir haben sogar Basic programmiert. Später dann im Informatikunterricht waren es wohl 386 irgendwas. Da habe ich dann auch meinen ersten Rechner gekauft, 486SX, 33MHz mit 170 MB Platte, ich war der King. Die 4 MB RAM habe ich irgendwann mal für eine Unsumme auf 8 MB erweitert.

    In der Ausbildung ging es dann erst mal „Back to the roots“, 8080, Z80, 8086 und 8088. Damals aber auch schon Mac, das waren solche eckigen „All in One“ Teile.

    Der weitere Verlauf ist dann nicht mehr so aufregend gewesen, nach meinem 486SX kam ein Pentium 3, dann ein AMD XP????, (der einzige Rechner, den ich jemals selbst für mich zusammengebaut habe), dann ein i7 (der inzwischen auch schon bald 10 Jahre als ist), ein Notebook mit einem i7 und irgendwann dann ein MacBook Pro retina. Vermutlich habe ich dazwischen schon ein oder zwei Geräte vergessen/verdrängt. Irgendwo liegt noch ein ThinPad x61 rum.

    Was Betriebssysteme angeht, klar habe ich mit DOS/Windows 3.1 begonnen. OS/2 kam auch irgendwann, ein tolles System das seiner Zeit voraus war. Die dafür notwendige Hardware war einfach zu teuer. Parallel dann Linux und Netware gelernt. Inzwischen, etwa seit Windows 8 raus ist, bin ich von Windows weg und bewege mich im Bereich OpenBSD, Linux (Gentoo) und macOS. Man gewöhnt sich an sowas.

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