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Garmin Edge 530

Garmin Edge 530

Ich hatte rund zwei Jahre einen Garmin Edge 520 als Fahrrad-Computer im Einsatz. Einen Artikel hierzu findet ihr auf dieser Seite. Da ich von dem Gerät recht angetan war und es wirklich bei jeder Fahrt benutzt habe, erweckte die Ankündigung eines Nachfolgers, den Edge 530, sofort mein Interesse. Ich habe ihn kurz nach Erscheinen Mitte letzten Jahres bestellt und seit dem im Einsatz. Höchste Zeit also für einen kleinen Bericht.

Ich möchte natürlich im wesentlichen auf die Unterschiede und Verbesserungen im Vergleich zum Edge 520 eingehen. Das Grundkonzept ist im wesentlichen gleich geblieben, d.h., wir haben nach wie vor ein Bedienkonzept über sieben seitliche Knöpfe ohne Touch-Screen. Für die Basics und meine damaligen Auswahlkriterien und Entscheidungsgründe verweise ich daher auf meinen oben verlinkten Artikel zum Edge 520. Einige Verbesserungen hatte Garmin schon in einem Zwischenmodell namens „Edge 520 Plus“ auf den Markt gebracht, dieses habe ich aber nicht besessen. Alle hier beschriebenen Veränderungen beziehen sich daher auf den ursprünglichen Edge 520.

Gehäuse, Hardware und Akkulaufzeit

Das Gehäuse vom Edge 530 ist nur ein klein wenig größer. Da die Bildschirmränder aber verkleinert wurden, wirkt die Bildschirmfläche spürbar größer. Die Diagonale steigt von 2,3 auf 2,6 Zoll. Auch an der Akkulaufzeit hat Garmin geschraubt, sie ist nun etwa doppelt so lang wie beim Vorgänger. Und das macht wirklich einen Unterschied. Darüber hinaus kann von unten ein Zusatzakku angesteckt werden, der nochmal 24 Stunden Extralaufzeit bringen soll. Der USB-Ladeport ist jetzt am unteren Rand, was eine Verkabelung im Fahrbetrieb vereinfacht. Das Gerät kommt jetzt komplett in schwarz, während der ursprüngliche 520 teilweise weiß war. Mit gefällt die neue Farbgebung, die schon mit dem Plus-Modell eingeführt wurde, wesentlich besser. Der Edge 530 verfügt über eine schnellere CPU, was sich an einigen Stellen bemerkbar macht. Was die Anbindung betrifft ist nun auch WLAN mit an Bord, so dass der Fahrradcomputer auch ohne gekoppeltes Smartphone mit der Außenwelt kommunizieren kann.

Meine Standard-Datenfelder auf dem Garmin Edge 530

Neue Funktionen

Beim Edge 520 waren die Navigationsfunktionen sehr rudimentär und die mitgelieferte Karte äußerst grob. Nun gibt es eine ordentliche Karte, so dass ich keinen Bedarf hatte, eine eigene aufzuspielen wie bei meinem Edge 520. Allerdings gibt es immer noch längst nicht die Möglichkeiten wie bei den größeren Modellen. Immerhin können Favoritenorte festgelegt werden, die dann angefahren werden können. Auch eine Navigation zurück zum Start ist möglich. Ich habe meinen Garmin mit der Komoot-App gekoppelt, so dass ich dort meine Routen planen kann. Die Abbiegehinweise funktionieren recht gut. Die Beschriftung der Karten ist weniger gut, zumindest hier in Rostock werden selbst Hauptstraßen bei der Navigation liebevoll als Wanderweg bezeichnet. Bei Abweichungen von der Route funktioniert eine Rückführung – zumindest in meiner Praxis – eher mittelmäßig.

Nett ist, dass Freunde und Bekannte Touren live über ihren Browser verfolgen können, sofern man diese in der Garmin-App entsprechend freigibt. Nutzen auch die Mitfahrer Garmin-Geräte, steht eine Gruppen-Tracking-Funktion zur Verfügung.

Ein echtes Highlight ist für mich, dass ich nun alle iPhone-Pushbenachrichtigungen auf mein Garmin-Display bekomme. Das erhöht die Sicherheit und vermindert Stopps zum Nachschauen, was da gerade gekommen ist. Beim Edge 520 kamen nur SMS/iMessages und Anrufe aufs Display. Nun kann ich mich einem Briefkasten nähern und OmniFocus zeigt mir auf dem Garmin an, dass ein Brief einzuwerfen ist, Game-Changer!

Ansonsten gibt es jede Menge neue Funktionen für passionierte Radfahrer, die ich – zumindest bisher – nur zu einem kleinen Teil nutze. Dazu gehören u.a. „ClimbPro“ (Visualisieren von Anstiegen), Trailforks (Trail-Datenbank für Mountainbiker) und viele Trainingsfunktionen. Der Fahrradcomputer hat jetzt auch Erinnerungsfunktionen für Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme. Neu ist auch ein Fahrradalarm, der als Absicherung gedacht ist, wenn sich der Fahrer in geringer Entfernung zum Bike aufhält, z.B. für einen Einkauf am Kiosk. Er läßt sich schnell als Option der Ausschaltfunktion aktivieren.

Mein Radar-Rücklicht, welches ich im Artikel zum Garmin 520 beschrieben habe, funktioniert übrigens auch mit dem 530. Es gibt aber auch hier inzwischen ein neueres Modell mit längerer Akkulaufzeit.

Fazit

Alles in allem bietet das Edge 530 für mich genug Neuerungen, um vom 520 upzudaten, auch weil ich das Zwischenmodell nicht besessen habe. Ich nutze es auf jeder Fahrt und erfasse so jeden gefahrenen Kilometer.

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Über den Autor

Markus Jasinski

Markus Jasinski ist ein Rostocker Unternehmer, Naturwissenschaftler, IT-Spezialist, Autor, Dänemark-Fan, überzeugter Radfahrer und nicht zuletzt „Computer Geek“ und Smart-Home-Enthusiast. Sein erstes iPhone kaufte der promovierte Naturwissenschaftler im Jahre 2008, kurze Zeit später wurde er dann auch zum Mac-Nutzer. Nach und nach gesellten sich iPad, Apple TV und Apple Watch hinzu.

Um diese vielfältigen Interessen und Aktivitäten "unter einen Hut" zu bekommen befasst sich der gebürtige Westfale seit über zehn Jahren mit den Themen Selbstorganisation und Aufgabenmanagement, die ebenfalls ein Schwerpunkt dieses Blogs sind.

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