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The Omni Group hat offenbar Probleme

The Omni Group

The Omni Group aus Seattle gehört zu den Urgesteinen der Mac-Software-Hersteller. Sie ist seit über 30 Jahren tätig und entwickelt u.a. OmniFocus, eine Software zur Aufgabenverwaltung, die aus meinem Alltag nicht wegzudenken ist.

Gestern Abend machten Tweets von Omni-Mitarbeitern die Runde, die entlassen wurden und eine neue Anstellung suchen. Die Entlassungen sollen sich in der Größenordnung von 10 Mitarbeitern bewegen. Unter ihnen ist Brent Simmons, vielen vielleicht auch bekannt als Entwickler der RSS-App „NetNewsWire“:

Yesterday, along with about ten people (I’m not sure exactly), I was laid off from my job at the Omni Group, and now I’m looking for new work.

Brent Simmons, inessential

Ich hoffe natürlich sehr, dass die betroffenen Mitarbeiter schnell eine neue Arbeit finden.

Freilich wünsche ich mir auch, dass The Omni Group eine positive Entwicklung nimmt. Sie stellen hervorragende und durchdachte Produktivtätssoftware her. Bis auf OmniPlan habe ich all deren Produkte im Einsatz und schätze diese sehr. Daher hat mich die Nachricht sehr überrascht. Genauere Details waren gestern Abend noch nicht bekannt.

I can honestly say that yesterday was the hardest day of my 35-year career, as we had to say goodbye to people who have been part of our team for 4.5 – 26 years. I’m incredibly proud of everything we’ve all built together during those years, and I wish each of you the best.

Ken Case, CEO of the Omni Group, via Twitter

Da ich selber im Softwarebereich tätig bin, weiß ich nur zu gut, wie gering die allgemeine Bereitschaft ist, für Software Geld auszugeben. Letztendlich bringt uns das wieder zu der viel diskutierten Abo-Diskussion. Erst im Rahmen von OmniFocus fürs Web hat Omni begonnen, OmniFocus auch im Abo anzubieten. Wer wie ich keine Webversion benötigt, kann aber nach wie vor Update-basiert kaufen. Und diesbezüglich wurden OmniFocus-Nutzer relativ selten zur Kasse gebeten. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich für die Mac-Version von OmniFocus seit 2008 (!) nur dreimal bezahlt, für den Erstkauf, für das Update auf Version 2 und für das Update auf die aktuelle Version 3.

Wenn wir weiterhin Qualitätssoftware auch von kleinen Firmen haben möchten und einen Markt sehen wollen, der nicht nur von wenigen großen Spielern beherrscht wird, werden wir künftig alle mehr für Software ausgeben müssen.

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Über den Autor

Markus Jasinski

Markus Jasinski ist ein Rostocker Unternehmer, Naturwissenschaftler, IT-Spezialist, Autor, Dänemark-Fan, überzeugter Radfahrer und nicht zuletzt „Computer Geek“ und Smart-Home-Enthusiast. Sein erstes iPhone kaufte der promovierte Naturwissenschaftler im Jahre 2008, kurze Zeit später wurde er dann auch zum Mac-Nutzer. Nach und nach gesellten sich iPad, Apple TV und Apple Watch hinzu.

Um diese vielfältigen Interessen und Aktivitäten "unter einen Hut" zu bekommen befasst sich der gebürtige Westfale seit über zehn Jahren mit den Themen Selbstorganisation und Aufgabenmanagement, die ebenfalls ein Schwerpunkt dieses Blogs sind.

1 Kommentar

  • In der Tat! Absolute Mac Urgesteine, hoffe, sie überleben. Ehrlicherweise muss man aber auch sagen, dass bei beiden hier eingesetzten Apps (OmniOutliner und Omnigraffle) in den letzten Monaten kaum eine Entwicklung mehr erkennbar war. Zudem sind beide Apps massiv verteuert worden. Hoffentlich sind das keine üblen Vorboten…

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