Dänemark

Kopenhagen

Ich war schon unzählige Male in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen. Aber ich habe hier noch nie darüber geschrieben. Das liegt vor allem daran, dass diese schöne und lebendige Weltstadt mit einem Artikel einfach nicht adäquat beschrieben werden kann. Um diesen Missstand anzugehen, habe ich mich zu einer Artikelserie entschlossen. Heute gebe ich erstmal einen groben Überblick. In diversen Folgeartikeln werde ich dann auf einzelne Aspekte wie verschiedenste Sehenswürdigkeiten, kulinarische Informationen und praktische Tipps eingehen. Ich glaube so haben wir alle mehr davon, als wenn hier einfach ein geradezu endloser Artikel stehen würde.

Allgemeines

Kopenhagen (Dänisch: København, Englisch: Copenhagen) ist zweifellos das politische, wirtschaftliche, royale und kulturelle Zentrum Dänemarks. Während in der eigentlichen Stadt nur etwas über 600.000 Menschen wohnen, leben im Großraum Kopenhagen etwa 1,3 Millionen. Gemessen an der Gesamtbevölkerung von Dänemark (5,8 Millionen Einwohner) ist das allerdings dann doch recht viel. Daher bildet Kopenhagen mit seinem Umland und der Insel Bornholm eine eigene Region innerhalb Dänemarks, die sogenannte Hauptstadtregion (Dänisch: Region Hovedstaden). Dazu muss man vielleicht wissen, dass das ganze Land nur aus fünf Regionen besteht. Eine Region ist quasi die Verwaltungseinheit zwischen Gesamtstaat und Kommune, mehr Ebenen gibt es nicht.

Architektur und Kanäle

An Architektur finden wir in Kopenhagen so ziemlich alles, von historischen Schlössern und Palästen bis hin zu hochmodernen Wohngebieten an einen der Kanäle. Von diesen Wasserläufen hat die Stadt so viele, dass sie oft auch das “Venedig des Nordens” genannt wird. Wer länger als ein paar Stunden da ist, dem empfehle ich daher unbedingt eine der in Regel einstündigen Kanaltouren zu machen. Bonus-Tipp: Achtet vorher darauf, in welcher/n Sprache(n) die jeweilige Tour durchgeführt wird. Apropos Sprache, mit Englisch überlebt ihr in Kopenhagen problemlos. Es ist sogar die Sprache, in der man in den meisten Geschäften, Gaststätten und Sehenswürdigkeiten zuerst angesprochen wird, vermutlich auch als Däne.

Verkehrsanbindung

Kopenhagen ist gut an das dänische Eisen- und Autobahnnetz angebunden. Die schwedische Nachbarstadt Malmö kann über die im Jahre 2000 eröffnete Öresund-Brücke erreicht werden. Alternativ gibt es Autofähren vom benachbarten Helsingør ins schwedische Helsingborg. Norwegen kann über Fähren erreicht werden. Dänemarks Hauptstadt ist auch ein bedeutender Hafen für Kreuzfahrtschiffe. Der Flughafen Kastrup liegt am südlichen Rand der Hauptstadt. Er hängt direkt am U-Bahn-Netz und bietet Verbindungen in alle Welt. Die Metro wurde letztes Jahr übrigens ordentlich erweitert. Sie verbindet jetzt auch alle wichtigen Sehenswürdigkeiten. Den Rest erledigen S-Bahnen und ein dichtes Busnetz mit enger Taktung. Als Kombi-Ticket für Nahverkehr und die allermeisten Sehenswürdigkeiten gibt es die Copenhagen-Card. Ansonsten empfehle ich wie immer die dänische Rejsekort.

Die dänische Metropole ist auch durch und durch eine Fahrradstadt. Letztes Jahr fuhren sagenhafte 62 Prozent der Bewohner mit dem Fahrrad zur Arbeit oder zur Schule. Es gibt ein Radwegenetz, von dem die meisten Städte nur träumen können. Die Fahrradwege sind teilweise so breit wie anderswo die Straßen. Es gibt sogar Fahrradautobahnen (Dänisch: Cykelsupersti) in die umliegenden Kommunen.

Der zentrale Bereich der Innenstadt – ich sage mal zwischen Tivoli und Amalienborg – ist auch einigermaßen gut zu Fuß zu erschließen. Die Fußgängerzone vom Rathausplatz bis zum Kongens Nytorv ist recht lang und bietet zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten. Ein Tipp von mir wäre auf jeden Fall das schöne Kaufhaus “Illum”.

Für jeden etwas

Ansonsten bietet die quirlige Großstadt eigentlich für jeden etwas. Es gibt zum Beispiel das royale Kopenhagen mit seinen Schlössern und Palästen (Tipps: Schloss Rosenborg mit Schatzkammer und Wachablösung vor Schloss Amalienborg jeden Mittag um 12 Uhr). Dann natürlich unzählige Museen, allein mehrere in Schloss Christiansborg, dem Hauptsitz der dänischen Regierung. Im Nationalmuseum, ganz in der Nähe davon, kann man sich locker einen Tag aufhalten. In der Nähe des Flughafens gibt es ein großes Aquarium und zwischen Rathaus und Hauptbahnhof liegt der weltbekannte Tivoli. Auch kulinarisch hat Kopenhagen weit mehr zu bieten als die berühmten Hot Dogs. Probiert unbedingt mal Smørrebrød, z.B. in den Markthallen beim Nørreport. Dort gibt es auch viele andere Leckereien. Unzählige kleine und große Läden bieten skandinavische Mode und dänisches Design. Mit der Metro ist man vom Zentrum in 20 Minuten am Strand des Öresunds.

Foto einer Smørrebrød-Verkaufsvitrine in Kopenhagen
Smørrebrød in den Markthallen am Nørreport

Auch das Umland hat viel zu bieten: Roskilde, Hesingør, das “Louisiana Museum für Moderne Kunst” in Humlebæk und Schloss Frederiksborg in Hillerød wären nur einige meiner Tipps. Beste Reisezeit ist IMHO der Spätfrühling oder der Frühherbst. Im Hochsommer kann die Stadt recht überlaufen sein. Insbesondere mit Umland kann man locker eine Woche für die Hauptstadt(-region) einplanen.

Kopenhagen ist allerdings eines nicht: preiswert. So ein Smørrebrød wie oben auf dem Foto kann locker über 10 Euro kosten, Eis gibt es selten unter 4 Euro. Generell kann Ausgehen ein teuerer Spaß werden. Ein Spartipp wäre auf jeden Fall die bereits oben genannte Copenhagen-Card.

Soweit dann erstmal für heute, weitere Einzelheiten wie oben erwähnt in entsprechenden Folgeartikeln. Was ist euer Lieblingstipp für Kopenhagen? Hinterlasst ihn doch einfach mal als Kommentar!

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Über den Autor

Markus Jasinski

Markus Jasinski ist ein Rostocker Unternehmer, Naturwissenschaftler, IT-Spezialist, Autor, Dänemark-Fan, überzeugter Radfahrer und nicht zuletzt „Computer Geek“ und Smart-Home-Enthusiast. Sein erstes iPhone kaufte der promovierte Naturwissenschaftler im Jahre 2008, kurze Zeit später wurde er dann auch zum Mac-Nutzer. Nach und nach gesellten sich iPad, Apple TV und Apple Watch hinzu.

Um diese vielfältigen Interessen und Aktivitäten "unter einen Hut" zu bekommen befasst sich der gebürtige Westfale seit über zehn Jahren mit den Themen Selbstorganisation und Aufgabenmanagement, die ebenfalls ein Schwerpunkt dieses Blogs sind.

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