Apple

Erste Erfahrungen mit macOS Catalina

macOS Catalina

Viel später als sonst bin ich diesmal mit meinen beiden Macs auf die aktuelle macOS-Version Catalina umgestiegen. Normalerweise nehme ich das Upgrade kurz nach Veröffentlichung im Oktober vor oder warte maximal bis zum .1-Release. Bei diesem Jahrgang hat dies sicherlich damit zu tun, dass iOS 13 und macOS 10.15 den Ruf haben, fehlerbehafteter als gewöhnlich zu sein. Zum Thema Software-Qualität bei Apple habe ich Ende letzten Jahres auch einen Artikel geschrieben. Catalina ist auch kein kosmetisches Update, es werden grundlegende Dinge geändert:

  • 32-Bit-Apps werden nicht mehr unterstützt. Das betrifft sogar Apps von Apple, wie z.B. Quicktime 7.
  • iTunes wird in drei Apps aufgespalten und die Verwaltung von mobilen Geräten in den Finder ausgelagert.
  • Es wird eine neue nicht-schreibbare System-Partition angelegt, um die Sicherheit von macOS zu erhöhen.
  • Entwickler können iPad-Apps mit relativ wenig Aufwand auf den Mac portieren („Catalyst“). Mit u.a. der Aktien- oder der Home-App macht Apple selber davon Gebrauch.
  • Das traditionelle Dashboard von macOS gibt es nicht mehr.

Da ich nach 10.15.2 – inzwischen sind wir sogar schon bei 10.15.3 – von keinen größeren Problemen gehört habe, bin ich umgestiegen. Vorsichtshalber natürlich mit ein paar Backups in der Hinterhand, was ich auch jedem empfehlen würde. Ich habe sogar beide Umstiegsvarianten vollzogen, bei einem Mac ein Upgrade, beim anderen ein Clean-Install. Clean-Install ist allerdings ein Haufen Arbeit, mit dem ich immer noch nicht ganz fertig bin. Dies sollte daher Installationen vorbehalten bleiben, die viel Ballast mit sich herumschleppen, wie es bei mir aber auch der Fall war. Von meinen 32-Bit-Apps hatte ich mich schon im Laufe des Dezembers nach und nach verabschiedet. Es waren in erster Linie Spiele. Was ich an Produktivitätssoftware einsetze (siehe Aufstellung auf dieser Seite) wird in der Regel gut gepflegt.

Twitter für macOS
Twitter für macOS (Catalyst-App)

Beobachtungen

Dieser Artikel soll kein Catalina-Review sein, davon gab es bei Erscheinen ausreichend viele. Ich möchte einfach in loser Reihenfolge Dinge aufzählen, die mir aufgefallen sind. Vielleicht hilft es euch ja bei der Entscheidung zur Umstellung. Los geht’s:

  • Die Verwaltung der mobilen Geräte im Finder statt in iTunes fühlt sich wesentlich stimmiger an. Vorbei sind die Zeiten, wo durchs Anstöpseln eines iPhones zum Aufladen plötzlich die iTunes-Maschinerie angelaufen ist. Mit den neuen Medien-Apps konnte ich mich aus Zeitgründen leider noch nicht befassen.
  • Es stecken immer noch überraschende Fehler in Catalina. 10.15.2 ließ sich nicht von einer verschlüsselten USB-Platte am 2012er Mac mini booten. Dies betrifft wohl wirklich nur diese Kombination, wie meine Internet-Recherche ergeben hat.
  • Es ist von Catalina kein Zugriff auf das NAS der Fritzbox per SMB möglich. Das liegt aber eher an der Fritzbox, da diese ein veraltetes Protokoll verwendet, welches Catalina nicht mehr unterstützt. Abhilfe schafft FTP und hoffentlich das nächste FritzOS-Update.
  • Probleme mit den von mir täglich genutzten Apps habe ich bisher keine festgestellt.
  • Von portierten iPad-Apps ist nicht viel zu sehen. Es gibt ein paar, wie z.B. Twitter. Aber die, welche ich mir erhofft habe, wie z.B. „Bring!“, „Streaks“ oder „Infuse“ sind noch nicht dabei.
  • Die Verbesserungen bei der Sicherheit sehe ich grundsätzlich positiv, auch wenn jetzt die ein oder andere Nachfrage dazugekommen ist. Klasse ist das neue Recht für Bildschirmaufnahmen, welches einer App erst eingeräumt werden muss. Ungewollte Zugriffe auf den Bildschirminhalt sind ein schwerer Eingriff in die Privatsphäre.
  • Die Möglichkeiten für Apps, Diktierfunktionen zu nutzen, wurden in Catalina nicht unwesentlich verbessert. „Drafts“ und „Just Press Record“ machen z.B. Gebrauch davon.
  • Die Apple Watch erspart ein paar Kennworteingaben auf Macs, die das unterstützen. Praktisch.
  • Zwischen hellem und dunklen Erscheinungsbild kann jetzt automatisch gewechselt werden.

Ansonsten arbeitet es sich im Großen und Ganzen wie vorher unter Mojave auch. Ich denke eine übergroße Angst vor Catalina ist nicht angebracht.

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Über den Autor

Markus Jasinski

Markus Jasinski ist ein Rostocker Unternehmer, Naturwissenschaftler, IT-Spezialist, Autor, Dänemark-Fan, überzeugter Radfahrer und nicht zuletzt „Computer Geek“ und Smart-Home-Enthusiast. Sein erstes iPhone kaufte der promovierte Naturwissenschaftler im Jahre 2008, kurze Zeit später wurde er dann auch zum Mac-Nutzer. Nach und nach gesellten sich iPad, Apple TV und Apple Watch hinzu.

Um diese vielfältigen Interessen und Aktivitäten "unter einen Hut" zu bekommen befasst sich der gebürtige Westfale seit über zehn Jahren mit den Themen Selbstorganisation und Aufgabenmanagement, die ebenfalls ein Schwerpunkt dieses Blogs sind.

1 Kommentar

  • Uff, hatte neulich auch das Update ausgeführt… und muss mich noch um die nun verschwundenen Dashboard-Notitzen kümmern. Hoffentlich wurden die einfach übernommen.

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