Apple

Mein Workflow für online aufgezeichnete Spielfilme

Screenshot eines Spielfilms auf dem iPad

Letztes Jahr habe ich die App (bzw. den Dienst) YOUTV als Online-Videorekorder empfohlen. Heute möchte ich – quasi als Anschlussartikel – beschreiben, wie ich die Filme auf einem Mac weiterverarbeite. In YOUTV selbst können Aufnahmen in den kleineren Tarifen nur für eine kurze Zeit online geschaut werden. Daher nutze ich die angebotene Download-Funktion, um dauerhaften Zugriff zu bekommen.

Aufnahme

Ich nehme ausnahmslos aus dem öffentlich-rechtlichen Angebot auf. Dort muss ich mich nicht mit dem Thema Werbung herausschneiden befassen. Dennoch bekommt man hier immer wieder Spielfilm-Highlights serviert. Über Weihnachten/Neujahr gab es dieses Mal z.B. die Jurassic-Park- und die Zurück-in-die-Zukunft-Trilogie sowie einen Bond-Film. Als gute Quelle tut sich dabei übrigens immer mal wieder der Sender „ZDF neo“ hervor, den vielleicht nicht alle aufm Zettel haben.

Schneiden

Wie man es möglicherweise noch von seinem Hardware-Videorekorder kennt, hängen vor und nach dem eigentlichen Spielfilm noch Reste der vorherigen bzw. nächsten Sendung. Daher ist der erste Schritt meines Workflows das Laden in die Quicktime-App. Diese gehört zum Lieferumfang von macOS, kostet also nichts extra. Mit dem Menüpunkt Bearbeiten > Kürzen (oder der Tastenkombination „Cmd-T“) ist das Zurechtschneiden schnell erledigt. Anschließend speichere ich die geschnittene Version über Ablage > Sichern unter seinem Spielfilm-Titel.

Metadaten

Anschließend versehe ich den Film mit Metadaten. Darunter versteht man Infos wie das Produktionsjahr, das Cover, das Genre, die Schauspieler usw. Das ist nicht für alle Abspiel-Apps notwendig, für iTunes bzw. die TV-App (ab Catalina) von Apple aber schon. Dazu nutze ich iFlicks (Abo oder Einmalpreis, macOS, App-Store-Link Abo-Variante). Normalerweise macht diese App anhand des Dateinamens schon einen sinnvollen Vorschlag, ansonsten kann der richtige Film aus einer Liste gewählt werden. Dabei bin ich immer wieder erstaunt, was iFlicks so alles kennt. Natürlich können wir die Metadaten in der App auch noch selber ergänzen oder komplett selbst eintragen, falls der Film wirklich mal unbekannt sein sollte. Per Klick landet der mit Metadaten versehene Film dann entweder direkt in iTunes/der TV-App oder im iFlicks-Ordner.

Anschauen

Was aufgezeichnete Filme angeht bin ich fürs Anschauen inzwischen weg von den Apple-Apps und speichere diese auf einer Medien-Festplatte, die an meiner Fritzbox hängt. So habe ich auch Zugriff, ohne dass mein Mac läuft. Als Abspieler nutze ich ”Infuse Pro“ (verschiedene Preismodelle, iPhone, iPad und Apple TV, App-Store-Link). Diese App gefällt mir so gut, dass sie einen eigenen Artikel verdient hat, der künftig quasi den dritten Teil dieser kleinen Reihe bilden wird. Ich schaue die Filme entweder auf meinem Apple TV oder dem iPad, wobei der Abspielstand via iCloud synchronisiert wird. Infuse benötigt die oben zugefügten Metadaten übrigens nicht, sondern kann sie auch selbst ermitteln.

Ein analoger Workflow funktioniert übrigens natürlich auch für TV-Serien.

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Über den Autor

Markus Jasinski

Markus Jasinski ist ein Rostocker Unternehmer, Naturwissenschaftler, IT-Spezialist, Autor, Dänemark-Fan, überzeugter Radfahrer und nicht zuletzt „Computer Geek“ und Smart-Home-Enthusiast. Sein erstes iPhone kaufte der promovierte Naturwissenschaftler im Jahre 2008, kurze Zeit später wurde er dann auch zum Mac-Nutzer. Nach und nach gesellten sich iPad, Apple TV und Apple Watch hinzu.

Um diese vielfältigen Interessen und Aktivitäten "unter einen Hut" zu bekommen befasst sich der gebürtige Westfale seit über zehn Jahren mit den Themen Selbstorganisation und Aufgabenmanagement, die ebenfalls ein Schwerpunkt dieses Blogs sind.

2 Kommentare

  • Vielen Dank für den beschriebenen Workflow. Solche Artikel lese ich bei ihnen sehr gerne. Kennen sie bereits [Link entfernt]? Diese bieten Direktlinks auf Filme der öffentlich-rechtlichen Mediatheken an. Gerade dann würde der Punkt „Aufnahme“ und „Schneiden“ entfallen.

    • Danke für den Kommentar! Ich kenne einen vergleichbaren Dienst. Ich bin aber kein Rechtsanwalt und kann daher die Legalität eines solchen Angebots weder beurteilen, noch verbindliche Aussagen darüber treffen. Um mich selber nicht angreifbar zu machen, habe ich Ihren Link entfernt. Fakt ist jedenfalls, dass die Mediatheken in der Regel selber keine direkten Download-Links anbieten. Außerdem gelangen Sie – wiederum in der Regel – auf diese Weise nur an Eigenproduktionen und niemals an die im Artikel genannten Filmbeispiele.

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