Smart Home

Meine SmartThings-Morgenroutine

Foto meiner Nachttisch-Schalter

In meinem Smart-Home unterscheide ich grundsätzlich drei Zustände:

  • Home (ich bin zu Hause, schlafe aber nicht)
  • Night (ich bin zu Hause und schlafe)
  • Away (ich bin nicht zu Hause)

Mein komplettes Setup (bis auf die beiden Neuerungen „Echo Wall Clock“ und „IKEA Fyrtur Rollo„) habe ich in diesem Artikel beschrieben. Kernstück ist ein SmartThings-Hub, der die soeben erwähnten Zustände anbietet.

Die Umschaltung zwischen „Home“ und „Away“ erfolgt in der Regel automatisch anhand von Anwesenheit. Ein solcher Anwesenheitsdetektor kann sowohl ein Smartphone oder ein dediziertes Gerät meines Smart-Home-Hub-Herstellers sein. Die Umschaltung zwischen „Home“ und „Night“ sowie „Night“ und „Home“ hingegen lässt sich nicht wirklich automatisieren. Daher habe ich hierfür einen Umschalter an meinem Nachttisch (s. Titelfoto). Ich nutze hierzu Pop-Schalter von Logitech, die ich bereits vorgestellt habe. Die Schalter auf dem Bild sind übrigens mehrfach belegt und dienen auch als eine Art Fernbedienung für Licht und Musik.

Night und Home

Warum unterscheide ich überhaupt zwischen „Home“ und „Night“? Ich besitze viele schaltbare Steckdosen, die ausgeschaltet verhindern, dass Geräte Standby-Strom ziehen. Manche Geräte wie z.B. Sonos-Boxen haben auch gar keinen Ein-Aus-Schalter. Im Nachtmodus wird daher alles ausgeschaltet, was ich nachts nicht benötige, und das ist eine ganze Menge. Im Home-Modus gibt es bei mir auch eine Reihe automatisierter Durchsagen, z.B. bei schlechter Luftqualität. Auch diese entfallen natürlich im Nachtmodus. Weiterhin haben im Nachtmodus einige Bewegungsmelder Sonderfunktionen, um etwa das Licht bis zum Bad automatisch ein- und auszuschalten.

Morgenroutine

Als Morgenroutine möchte ich in diesem Artikel den Übergang von „Night“ nach „Home“ verstehen. Dieser wird wie eingangs erwähnt durch einen Schalter am Nachttisch ausgelöst. Daraufhin wird ein Großteil meiner Steckdosen eingeschaltet. Was genau, kann ich in der SmartThings-App festlegen. Auch das Licht in der Küche geht bei dieser Gelegenheit an. Wie ihr euch vorstellen könnt, reicht mir das natürlich nicht. Genau wie bei der Ankunft im Smart-Home möchte ich gerne eine automatische Durchsage hören. In diesem Fall mit Datum, Außentemperatur und Wettervorhersage. Inspiriert hat mich hier ein wenig der Film „Die Insel“ (von 2005, mit Ewan McGregor), in dem der Hauptdarsteller in einem futuristischen Erdbunker mit einer ähnlichen Durchsage geweckt wurde.

Bei mir klingt das derzeit so:

Wie geht das?

Die Soundausgabe wird von meinem Raspberry Pi in Zusammenarbeit mit einem Sonos Lautsprecher erzeugt. Dazu verwende ich das Projekt „node-sonos-http-api„. Dieses ermöglicht es, Texte einfach per HTTP an das Sonos-System zu senden. Meine Kenntnisse als Software-Entwickler kommen mir hier natürlich sehr zugute. Den HTTP-Aufruf macht ein PHP-Skript, welches direkt von meinem SmartThings-System ebenfalls per HTTP aufgerufen wird. Dazu läuft auf dem Raspberry ständig ein Webserver. Bevor das PHP-Skript die Sonos-API nutzt muss der zu sprechende Text natürlich noch zusammengestellt werden.

An Datum und Sonnenuntergangszeit kommt man leicht über PHP-Funktionen. Für die Außentemperatur befrage ich meine Netatmo-Wetterstation. Sie bietet hierfür eine Programmierschnittstelle an. Die Wettervorhersage hole ich mir von einer Webseite aus dem Internet, ich lese auf der entsprechenden Seite lediglich den passenden Textblock aus.

Mir ist klar, dass dies nicht jeder nachbauen kann. Aber mit einem „Raspi“ bewaffnet und etwas Linux- und Programmierkenntnissen können wir in unserem Smart-Home phantastische Funktionalitäten realisieren. Diese Basteleien machen dann mindestens so viel Spaß wie die eigentliche Nutzung später.

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Über den Autor

Markus Jasinski

Markus Jasinski ist ein Rostocker Unternehmer, Naturwissenschaftler, IT-Spezialist, Autor, Dänemark-Fan, überzeugter Radfahrer und nicht zuletzt „Computer Geek“ und Smart-Home-Enthusiast. Sein erstes iPhone kaufte der promovierte Naturwissenschaftler im Jahre 2008, kurze Zeit später wurde er dann auch zum Mac-Nutzer. Nach und nach gesellten sich iPad, Apple TV und Apple Watch hinzu.

Um diese vielfältigen Interessen und Aktivitäten "unter einen Hut" zu bekommen befasst sich der gebürtige Westfale seit über zehn Jahren mit den Themen Selbstorganisation und Aufgabenmanagement, die ebenfalls ein Schwerpunkt dieses Blogs sind.

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