Dänemark

Lebensmittelkontrollen in Dänemark

Ich weiß, das Gras ist immer grüner auf der anderen Seite. Aber das dänische System bezüglich Lebensmittelkontrollen hätte ich gerne auch hier in Deutschland. Ich möchte es daher heute mal kurz für diejenigen vorstellen, die z.B. noch nicht dort waren.

In Dänemark hängt in allen Gewerbebetrieben, die irgendwie mit Lebensmitteln zu tun haben, ein staatlicher Kontrollbericht. Darunter fallen z.B. Restaurants, Cafés, Bäcker, Supermärkte, Hotels und Kioske. Die Berichte müssen gut sichtbar ausgehängt werden. Ich hab da mal ein Beispielfoto gemacht:

Es gibt vier Bewertungsstufen, die mit Smiley-Symbolen gekennzeichnet sind. So ist auch ohne Sprachkenntnisse möglich, sich auf einen Blick über den jeweiligen Betrieb zu informieren. Die Bewertungen reichen von „keine Anmerkungen“ bis zu „Bußgeldbescheid, Strafanzeige oder Entzug der Registrierung“. Wie an der Historie oben rechts zu sehen ist, erfolgen die Kontrollen in etwa jährlich, bei Beanstandungen (soweit ich gesehen habe) auch öfter. Die Kontrollen sind unangekündigt, wobei allerdings nicht an jedem Termin alle Aspekte kontrolliert werden. Das schlechteste Resultat einer Kontrolle bestimmt den Smiley für dieses Datum. Bei vier Kontrollen ohne Beanstandungen (inklusive der aktuellen) erhält der Betrieb wie im Beispiel oben eine Elite-Auszeichnung.

Die Berichte hängen übrigens nicht nur in den Gewerbebetrieben, sie werden auch im Internet unter www.findsmiley.dk veröffentlicht. So geht Transparenz.

Nach allem, was ich gelesen und gehört habe, ich dieses System erfolgreich. Die Beanstandungen sind seit Einführung im Jahr 2001 deutlich gesunken und sogar die Betriebe selbst sind damit zufrieden. Für sie sind gute Bewertungen ein Wettbewerbsvorteil.

Bleibt am Schluss noch die Frage: Warum ist so etwas bei uns nicht möglich?

Über den Autor

Markus Jasinski

Markus Jasinski ist ein Rostocker Unternehmer, Naturwissenschaftler, IT-Spezialist, Autor, Dänemark-Fan, überzeugter Radfahrer und nicht zuletzt „Computer Geek“ und Smart-Home-Enthusiast. Sein erstes iPhone kaufte der promovierte Naturwissenschaftler im Jahre 2008, kurze Zeit später wurde er dann auch zum Mac-Nutzer. Nach und nach gesellten sich iPad, Apple TV und Apple Watch hinzu.

Um diese vielfältigen Interessen und Aktivitäten "unter einen Hut" zu bekommen befasst sich der gebürtige Westfale seit über zehn Jahren mit den Themen Selbstorganisation und Aufgabenmanagement, die ebenfalls ein Schwerpunkt dieses Blogs sind.

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