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App-Tipp: Bring!

Foto eines Supermarktregals

Einkaufen ist letztendlich eine Aufgabe. Folglich müssten die zu kaufenden Artikel eigentlich in unsere Aufgabenverwaltung. Daran ist auch grundsätzlich nichts falsch. Ich empfehle jedoch aus mehreren Gründen, für Einkäufe eine separate App zu verwenden. Zunächst einmal möchte man vielleicht seine ohnehin schon gut gefüllte Aufgaben-App nicht noch mit Einkäufen überfrachten. Ein „neue Marketingstrategie entwickeln“ direkt neben „Milch kaufen“ stehen zu haben, sieht ohnehin etwas merkwürdig aus, wenn ihr mich fragt. Weiterhin möchten wir die Einkaufsliste wohlmöglich mit unserem Ehepartner teilen und synchron halten. Programme wie OmniFocus leisten so etwas aber nicht. Und schließlich haben dedizierte Shopping-Apps einige Sonderfunktionen, die Aufgabenverwaltungen einfach nicht mitbringen.

Dies gilt im übrigen wirklich nur für Alltagseinkäufe. Größere Anschaffungen, die gegebenenfalls auch weitere Aufgaben wie Preisrecherchen oder das Lesen von Testberichten nach sich ziehen, haben nach wie vor ihren berechtigten Platz in der Aufgabenverwaltung.

Wie auch immer, für die alltäglichen Einkäufe nutze ich eine separate App, und zwar Bring! (kostenlos, iPhone, iPad, Apple Watch, Android und Web, App-Store-Link).

Die App

Grundsätzlich ist die App ganz einfach aufgebaut. Oben unterhalb der Suchleiste stehen die Artikel, welche wir kaufen möchten, als rote Quadrate. Hat man den Artikel gekauft oder im Einkaufswagen, wird der Artikel durch kurzes Antippen von der Liste entfernt. Hinzugefügt wird er in der App durch kurzes Antippen eines Artikels aus einer der Kategorien unten. Oder durch Antippen in der Trefferliste einer Suche über das Suchfeld oben. Artikel, die noch nicht auf unserer Einkaufsliste stehen, haben einen grünen Hintergrund.

Screenshot der Bring-App

Ich habe übrigens bewusst „kurzes Antippen“ geschrieben, da man Artikel auch länger Antippen kann. Dies führt zu einem neuen Bildschirm, auf dem der jeweilige Artikel editiert werden kann. Geändert werden können Icon, Artikelname und Kategorie. Außerdem können wir hier eine Beschreibung sowie ein eigenes Foto hinzufügen. Vorbei sind also die Zeiten, wo man ein Stück der alten Verpackung mit in den Supermarkt nehmen muss.

Über das Icon mit der Person und dem Pluszeichen oben können wir unsere Liste mit anderen Personen teilen und synchronisieren:

Screenshot zur Funktion des gemeinsamen Einkaufens in Bring

Eine weitere nützliche Funktion sind sogenannte Sammlungen, die sich unten im Tab „Inspiration“ verstecken. Eine Sammlung ist eine Gruppe von Artikeln, die mit einem Knopfdruck zur Einkaufsliste hinzugefügt wird. Diese praktische Funktion nutze ich z.B. für meinen Wochenendeinkauf. Dieser ist zumindest vom Grundbedarf her jede Woche identisch, so dass eine Sammlung hier wirklich Sinn macht:

Screenshot meiner Sammlung für einen Wochenendeinkauf in Bring

So eine Sammlung kann auch als sogenannter „Siri-Kurzbefehl“ abgelegt werden. Sie kann dann auch außerhalb der App per Sprachbefehl unserer Liste hinzugefügt werden. Dazu gleich mehr.

Weiterhin gibt es in der App noch Rezeptvorschläge mit den Zutaten als mögliche Artikel. Außerdem sind die Angebotsprospekte einiger Supermarkt-Ketten einsehbar. Beides nutze ich nicht wirklich.

Die App steht auch auf der Apple Watch zur Verfügung. Im Supermarkt finde ich das praktischer als das Telefon in der Hand zu haben:

Bring-App auf der Apple Watch

Einkaufslisten können wir auch über die Bring-Webseite bearbeiten. Keine schlechte Option, wenn man sowieso gerade am Rechner sitzt.

Artikel hinzufügen

Um einen Artikel hinzuzufügen, benutze ich selten direkt die App. Das liegt daran, dass es einige bequemere Möglichkeiten gibt. Zuhause benutze ich eigentlich nur den Alexa-Skill. Bemerke ich z.B., dass mir Margarine ausgeht, reicht ein „Computer, starte Bring und füge Margarine hinzu“. Dies wird dann von einem meiner Echos kurz bestätigt: „OK, Margarine ist auf Deiner Liste“. Zuvor muss der Skill natürlich eingerichtet und mit dem eigenen Bring-Konto verknüpft sein.

Eine weitere Möglichkeit ist Siri. Hier lautet der entsprechende Sprachbefehl mit dem obigen Beispiel: „Füge Margarine zu meiner Einkaufsliste in Bring hinzu“. Aber mit Siri geht noch mehr und zwar mit den – oben bereits erwähnten – neuen Kurzbefehlen aus iOS 12.

Für jede Sammlung können wir einen Siri-Befehl erstellen, der diese auf einen Schlag unserer Einkaufsliste hinzufügt. Solche Sammlungen stehen dann sogar in der Kurzbefehle-App zur Verfügung:

Screenshot des Bring-Befehls in der Kurzbefehle-App

Der Wochenendeinkauf ist somit fester Bestandteil meiner Kurzbefehl-Bibliothek:

Screenshot meiner Kurzbefehl-Bibliothek

Fazit

Bring! ist meiner Meinung nach eine rundum gelungende Einkaufslisten-App. Sie ist flexibel beim Hinzufügen neuer Artikel und auf vielen Geräten vertreten. Obwohl sie kostenlos ist, ist die App nicht mit Werbung überfrachtet. Geld wird anscheinend z.B. mit der Prospekt-Funktion verdient. Zudem gibt es recht häufig Updates und neue Artikel-Icons.

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Über den Autor

Markus Jasinski

Markus Jasinski ist ein Rostocker Unternehmer, Naturwissenschaftler, IT-Spezialist, Autor, Dänemark-Fan, überzeugter Radfahrer und nicht zuletzt „Computer Geek“ und Smart-Home-Enthusiast. Sein erstes iPhone kaufte der promovierte Naturwissenschaftler im Jahre 2008, kurze Zeit später wurde er dann auch zum Mac-Nutzer. Nach und nach gesellten sich iPad, Apple TV und Apple Watch hinzu.

Um diese vielfältigen Interessen und Aktivitäten "unter einen Hut" zu bekommen befasst sich der gebürtige Westfale seit über zehn Jahren mit den Themen Selbstorganisation und Aufgabenmanagement, die ebenfalls ein Schwerpunkt dieses Blogs sind.

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