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Fantastical

Fantastical

Fantastical ist sowohl ein Menüleisten-Kalender als auch eine fensterbasierte App für den Mac, die aber auch als iOS-, iPadOS- und watchOS-App vorliegt. Das Besondere an Fantastical ist, dass Termine in natürlicher Sprache eingetippt werden können und dies auf eine sehr flexible Weise. Und das funktioniert auch wunderbar in deutscher Sprache, dazu gleich mehr.

Fantastical ist eins von den Programmen, welches dafür gedacht ist, ständig in der Menüleiste zu laufen. Das Menüleisten-Icon kann wahlweise Datum, Datum und Wochentag, Datum und Monat oder nur ein Symbol anzeigen, mehr ist erstmal nicht zu sehen. Erst wenn wir das Icon anklicken oder eine einstellbare Tastenkombination betätigen öffnet sich unterhalb des Icons das hübsch gestaltete Programmfenster von Fantastical.

Das Fenster ist dreigeteilt, ganz oben sind Termineingabe und Suche, in der Mitte der Monatskalender und unten die nächsten Termine vom aktuell ausgewählten Datum aus gesehen als Ereignisliste. Zu Beginn ist natürlich das aktuelle Datum ausgewählt. Welche Kalender zu sehen sind, wird in den Einstellungen des Programms festgelegt:

Screenshot der Fantastical-Einstellungen

Dort konfigurieren wir auch, welcher Kalender der Standardkalender ist und mit welchem Alarm neue Termine automatisch ausgestattet werden sollen:

weiterer Screenshot der Fantastical-Einstellungen

Highlight ist aber unbestritten die Termineingabe. Sobald wir in dem dafür vorgesehenen Feld mit der Termineingabe beginnen, vergrößert sich das Fantastical-Fenster und die Software beginnt den eingegebenen Text zu analysieren und die entsprechenden Felder zu füllen:

Screenshot der Fanastical-Menü-App

Schon dieses Beispiel zeigt wie leistungsfähig die Sprachanalyse ist. Die einzelnen Daten werden bereits während der Eingabe in einer Animation auf die Felder in der Mitte verteilt. Die Return-Taste befördert den neuen Termin in einer weiteren schön gemachten Animation in den Kalender.

Selbst mit Feiertagen kommt die Sprachanalyse zurecht:

weiterer Screenshot der Fantastical-Menü-App

Weitere Beispiele für korrekt interpretierte Eingaben:

  • „Mittagessen morgen in Mensa“ (hier trägt Fantastical automatisch 12 Uhr als Anfangszeit wegen des Wortes „Mittagessen“ ein)
  • „Geburtstag von Max jedes Jahr am 17.4.“
  • „Lauftraining jeden Mi und Fr um 18 Uhr vom 1.2. bis zum 31.3.“
  • „Urlaub vom 5. bis 20. Juli“

Möchte man in einen anderen Kalender als den Standardkalender eintragen, geht das mit der Syntax Schrägstrich-Anfangsbuchstaben (bis der Kalender eindeutig ist).

Was die Kalender selbst betrifft ist Fantastical nicht auf die iCloud-Kalender beschränkt, sondern kann u.a. auch auf Exchange- und Google-Kalender zugreifen.

Die fensterbasierte Komponente macht Fantastical zu einer vollwertigen Kalender-App, die den mitgelieferten Kalender vollständig ersetzen kann.

Der Funktionsumfang der iOS- und iPadOS-Version ist weitestgehend identisch mit der Mac-Version und neben einer Watch-App werden auch eine Reihe von Watch-Komplikationen für die Ziffernblätter angeboten.

Mit Version 3 vom Januar 2020 sind nochmal viele Funktionen hinzugekommen, allerdings wird die Software seitdem auch über ein Abo-Modell vertrieben. Zu den Neuerungen gehören u.a.:

  • Terminvorschläge mit E-Mail- und webbasierter Abstimmung mit den Teilnehmern, die selber keine Fantastical-Nutzer sein müssen
  • Vorlagen für neue Termine
  • Wettervorhersage im Kalender für die kommenden Tage
  • Berücksichtigung von Anreisezeiten mit Aufbrucherinnerung
  • interessante Zusatzkalender (Feiertage, Sport, TV, …)
  • professionelle Zeitzonen-Funktionen
  • gesonderte Farben für einzelne Termine, Verstecken von Terminen

Somit bewegt sich Fantastical im High-End-Bereich von Kalender-Software, allerdings auch preislich.

Fantastical 3
Kalender

Fantastical

Plattformen: macOS, iOS, iPadOS, watchOS
Preis: Basisversion kostenlos, Premium-Version ab 43.99€/Jahr (Abo)
Hersteller: Flexibits Inc.

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Über den Autor

Markus Jasinski

Markus Jasinski ist ein Rostocker Unternehmer, Naturwissenschaftler, IT-Spezialist, Autor, Dänemark-Fan, überzeugter Radfahrer und nicht zuletzt „Computer Geek“ und Smart-Home-Enthusiast. Sein erstes iPhone kaufte der promovierte Naturwissenschaftler im Jahre 2008, kurze Zeit später wurde er dann auch zum Mac-Nutzer. Nach und nach gesellten sich iPad, Apple TV und Apple Watch hinzu.

Um diese vielfältigen Interessen und Aktivitäten "unter einen Hut" zu bekommen befasst sich der gebürtige Westfale seit über zehn Jahren mit den Themen Selbstorganisation und Aufgabenmanagement, die ebenfalls ein Schwerpunkt dieses Blogs sind.

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